Archiv | Mai 2016

Trauerreise

RIMG0224Mein Trauerweg – von der Erstarrung in die Lebendigkeit

Heilwig Groß, Dipl.-Sozpäd; Trauerbegleiterin und Denise Herhausen,Dipl.-Psych. und ebenfalls Trauerbegleiterin bieten im Oktober an, mit Menschen, die gerade auch einen geliebten Menschen verloren haben, ein Wochenende mit professioneller Trauerbegleitung an. Hier zum Inhalt des Seminares:

Sie haben einen Ihnen nahestehenden Menschen verloren und sind einen Weg der Trauer gegangen.

Vielleicht haben Sie geklagt, geweint, gehadert, waren wütend, verzweifelt, fühlten sich schuldig…

Wir wollen Ihnen die Möglichkeit geben, den Prozess, den Sie bisher durchgemacht haben anzuschauen, und laden Sie herzlich zu einem gemeinsamen Wochenende ein, mit anderen Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind.

  • Folgende Fragen sollen uns dabei leiten:
  • Welchen Weg bin ich bisher gegangen?
  • Welche Erfahrungen habe ich auf diesem Weg gemacht?
  • Wo stehe ich jetzt?
  • In welche Richtung will ich weitergehen?

Vom 28.10 – 30.10. 2016 fahren wir nach Lenzen, ein kleiner Ort in der Nähe von Wittenberge.

Die Begegnungsstätte, Haus Lenzen, liegt inmitten des UNESCO Biosphärenreservates Elbtalaue, unweit des Rudower Sees.

Die unberührte Natur, die Ruhe und die Weite sind kennzeichnend für diese malerische Landschaft. Der Rudower See ist in 5 Minuten fußläufig zu erreichen und lässt sich auf einem idyllischem Uferweg umwandern.

Möchten Sie mitkommen? Wir freuen uns auf Sie!

Die Kosten für das Wochenende betragen: 220.- Euro.

 Darin sind enthalten:  2 Übernachtungen, Vollverpflegung und Seminargebühr.

Leitung, Anmeldung und nähere Infos:

Heilwig Groß, Dipl.-Sozpäd; Trauerbegleiterin, Tel.: (030) 4310263                                                 e-mail: heilwig.gross@web.de

Denise Herhausen, Dipl.-Psych., Trauerbegleiterin Tel.: 0176-21776309,                                   e-mail: d.herhausen@ng-b.de

Anmeldung erbeten bis 29.07.2016

Buchvorstellung: „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich

51IXg8qf1qL._SX314_BO1,204,203,200_Um was geht es im Buch?

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Schmunzeln und lachen, weinen und sich trotzdem wohlfühlen: DER TOD UND ANDERE HÖHEPUNKTE MEINES LEBENS ist eine schwarze Komödie mit Herz, die man so schnell nicht vergessen wird. Hier geht es zur XXL-Leseprobe.

Dieses Buch wurde mir von einem Leser meines Buches empfohlen. Da wir mittlerweile einen sehr schönen Kontakt pflegen, habe ich ihn gebeten, für uns alle ein Mal aufzuschreiben, warum er das Buch empfohlen hat. Sehr gelungen, wie ich finde. Sein Beitrag soll der Auftakt von weiteren Beiträgen meiner Leser über ihre „Lieblingsbücher“ über Tod und Trauer sein. Daher scheut euch nicht, mir von den Büchern zu schreiben, die euch in eurer Trauer begleitet, Trost gespendet oder euch einfach weiter gebracht haben.

Nun zum Beitrag von Karl-Heinz Bauer

Glauben Sie an Engel?

Ich bin überzeugt davon, dass wir von diesen lichtvollen Wesen ständig umgeben sind, die uns, wenn wir es zulassen in unserem Leben helfen und führen. Auch inkarnierten Engelswesen begegnen wir immer wieder, sei es als Freunde, Partner, Kinder oder Lehrer, Therapeuten, Ärzte, Pflegerinnen und auch Menschen wie du und ich.

Nach einem schmerzlichen Trauerjahr, indem ich innerhalb eines Jahres den Verlust meiner Mutter und drei weiteren liebevollen Verwandten und zusätzlich den Tod von zwei nahestehenden Mitarbeitern/Freunden verarbeiten musste, habe ich mich intensiv mit Büchern über das Sterben und den Tod auseinandergesetzt. So bin ich unter anderem auch zu einem wunderbaren Begleiter im Buch von Frau Eva Therhorst gelangt „Das erste Trauerjahr“ oder zu Bernhard Jakoby mit seinen Berichten über den Sterbeprozess und Elisabeth Kübler-Ross, welche als Pionierin der Sterbeforschung gilt.

In meinem Trauerjahr habe ich viele Hilfen von „irdischen“ Engeln im Alltag, auch in meiner Arbeitswelt in Form von Gesprächen und Büchern erhalten. Am Ende dieses Jahres habe ich auch durch einen dieser Engel das Buch „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ als Geschenk erhalten.

Auch in diesem Buch geht es meiner Auffassung nach um einen dieser Engel, der allerdings sehr menschlich handelt und auch mit unseren Problemen geplagt ist. Es ist der Tod als Begleiter der Sterbenden, welcher die Seelen heimführen will/soll , der sich aber auch mit Eifersucht, Starrsinn, Liebe und all den menschlichen Dingen auseinandersetzt, die unser Dasein ausmachen.

In diesem anfänglich sehr humorvollen Buch habe ich auch die Verwandlung gespürt, die Kraft, die wir mit unseren Ideen, Vorstellungen und Erwartungen in unser Leben einbringen. Und wie wir mit diesen unser Leben gestalten.

So hat auch der Tod, indem er sich mit Martin auseinandersetzen muss, am Ende eine Wandlung erfahren und es geschafft über seinen Schatten zu springen.

Der Roman von Sebastian Niedlich hat mich über den Humor zur Nachdenklichkeit geführt – ich hoffe auch ihnen lieber Leser möge das geschenkt werden.

Karl-Heinz Bauer

Die Sorgen der Sternenkinder

RIMG0251Dieses kleine Büchlein „Die Sorgen der Sternenkinder“ hat seinen Weg in meinen Briefkasten gefunden und ich fühlte mich vom ersten Augenblick an  davon auf eine ganz wunderbar leichte und tröstliche Weise berührt. Da war es klar, dieses Büchlein muss ich meinen LeserInnen nahe legen!

Elisa Willhöft, selbst Mutter von Sternenkindern (Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt gestorben sind) hat auf ihrem Weg durch die Verarbeitung ihres Verlustes, begonnen kleine Märchen über das Leben der Sternenkinder zu schreiben. Sie entführt uns damit in eine Welt, in der Sternenkinder möglicherweise ihre Zeit verbringen: im Wolkenkissenzimmer. Begleitet wird der imaginäre Sternenkinder-Alltag von entzückenden kleinen Zeichnungen von Laura Sievert und Ekaterina Niendorf. Auf dem Klappentext steht: „Dies ist ein Märchen für Eltern und Geschwister von Sternenkindern“. Ich finde, dies ist ein Buch, das ruhig jeder von uns lesen sollte, denn es berührt auch ohne, dass man betroffen ist und öffnet das Herz. Ich halte es für ein wunderbares Geschenk für Angehörige von Betroffenen, wenn einem einfach die Worte fehlen.

Ein visueller Ort der Sterneneltern ermöglicht, sich ein Dasein ihres Kindes vorzustellen. Denn für Sterneneltern ist die Trauer zusätzlich erschwert, da es für sie keine gemeinsame Geschichte und Erinnerungen mit ihren verstorbenen Kindern gibt.

Frau Willhöft unterstützt den Verein Himmelskleider. Ein ehrenamtliches Projekt in dem drei Frauen in ihrer Freizeit liebevoll kleine entzückende Kleidchen nähen, in denen die Sternenkinder bestattet werden können.

Eine gute Freundin von mir: Helga Schmidtke ist Trauerbegleiterin und  Bestatterin für Sternenkinder. Sie hilft Eltern beim Abschied und gibt, wo nach einer stillen Geburt Schock, Erstarrung und Hoffnungslosigkeit statt Liebe, Glück und Lebensfreude um sich greifen, Hilfestellungen, wie ein würdiger Abschied für diese Ausnahmesituation gelingen kann.

Auf der Messe „Leben und Tod“ in Bremen habe ich weitere Anbieter kennen gelernt, die sich auf das Thema Sternenkinder spezialisiert haben. Die zarten Erdenbettchen, die die Funktion von kleinen Särgen übernehmen und andere Utensilien, die den Abschied begleiten sollen, sind einfühlsam und liebevoll gemacht. Da gibt es beispielsweise die Himmelsfähren und Angels in Heaven.

 

Verleihung des Fritz Roth Medienpreises für Zivilcourage an den Bergsteiger Georg Kronthaler

Die Preisverleihung findet am 25. Mai 2016 um 18.00 Uhr im Bestattungshaus Pütz-Roth in Bergisch Gladbach statt.

Die Stiftung verleiht im Jahr 2016 zum ersten Mal den Fritz Roth Medienpreis für Zivilcourage. Ausgezeichnet werden Menschen, die sich in den Medien wahrhaftig und mutig für einen bewussteren Umgang mit Trauer und Tod eingesetzt haben.

Fritz Roth war bis zum Jahr 2012 der bundesweit bekannteste Vertreter der Bestattungsbranche. Durch seine öffentlichen Auftritte und seine Bücher und Filme hat er viel dafür getan, dass die Themen Trauer und Tod mehr (aber leider immer noch zu wenig) in den Blick der Öffentlichkeit gerückt wurden.

Fritz Roth ist im Jahr 2012 gestorben.

Nach seinem Tod wurde durch seine Witwe Inge Roth und seine Nachfolger Hanna Thiele-Roth und David Roth die Fritz Roth Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung setzt sich für den Erhalt und die Förderung von Trauerritualen ein. Eine weitere Aufgabe ist Wissen über Tod und Trauer zu sammeln und für eine breite Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Ein enger Gedanken- und Erfahrungsaustausch verbindet die Stiftung mit international führenden Repräsentanten der Trauerforschung. Die wichtigsten Gedanken, Inhalte und Ergebnisse werden in Veranstaltungen, Tagungen und Konferenzen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der erste Preisträger des Fritz Roth Medienpreises für Zivilcourage heißt Georg Kronthaler

Über ein Jahr lag der Österreicher Markus Kronthaler tot auf dem Gipfel des Broad Peak in Pakistan, dann holte sein Bruder Georg den Leichnam ins Tal. Eine lebensgefährliche Bergungsaktion. ProSieben begleitete die Expedition und zeigte unter dem Titel „Galileo Spezial: Grab in eisigen Höhen – Bergung aus der Todeszone“ den Film in seinem Programm. 

Das letzte Foto zeigt Markus Kronthaler die Arme euphorisch nach oben gereckt. Er steht auf dem Gipfel des 8047 Meter hohen „Broad Peak“. Kurz darauf bricht er zusammen und stirbt – an Erschöpfung und Flüssigkeitsmangel, nur wenige Meter vom Gipfel entfernt. Sein Begleiter musste die Leiche zurücklassen. Etwa 1 Jahr später: „Auf diesen Augenblick habe ich ein Jahr lang gewartet. Endlich konnte ich Abschied nehmen. Es war sehr schwer, aber irgendwie war es auch ein – schöner Moment.“ So beschreibt Georg Kronthaler seine Empfindungen, als er die Leiche seines verunglückten Bruders unter dem Gipfel entdeckt. Gemeinsam mit zwei Freunden, sechs erfahrenen pakistanischen Bergsteigern und begleitet vom Wiener Kameramann Hubert Rieger hat der Tiroler seinen verstorbenen Bruder vom Gipfel des Achttausenders geholt.

Dichten, formulieren und mit Hand schreiben

In der Trauer ist es vielen Betroffenen wichtig, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Manchmal sind es ganz einfach nur Zitate, Wortfetzen und Zeilen, die es schaffen, unseren tiefsten Gefühlen den Weg nach draußen zu bereiten.

Wie wäre es, wenn wir diese Sätze auch noch ganz kontemplativ wieder geben könnten? Damit meine ich, die betreffenden und betroffenen Sätze mit einer besonderen Handschrift wieder zu geben. Auf Wikipedia steht: „Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit bestimmt.“ Ich denke, das passt doch ganz gut zu wohl gefühlten und klar gesetzten Worten, die unsere Trauer spiegeln und Hoffnung geben.

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Zur Zeit mache ich einen Online-Kurs mit, der „Buchstäblich Begeistern“ heißt. Hier lerne ich jeden Tag in kleinen Portionen 14 Tage lang die Technik des Handletterings von Anfang an mundgerecht und nachvollziehbar aufbereitet. Auf dem Foto seht ihr meine derzeitige Grundausrüstung. Sie zu benutzen, bereitet mir große Freude und ich hoffe, ich kann euch damit anstecken, auf diese Art eine euren kreativen Seiten kennen zu lernen und zu nähren. Vielleicht ist es eine kleine Hürde, dass ein Teil der Aufgaben sein wird, die eigenen Versuche und Umsetzungen mit anderen Teilnehmern auf Facebook in einer eigens dafür eingerichteten Gruppe zu teilen. Meine Erfahrung allerdings ist, dass diese Gruppe sich als sehr hilfreich erweist, denn die Werke der anderen sind oft sehr inspirierend und die Kommentare oft ermunternd. Nach kurzer Zeit möchte man jeden Tag sehen, wie die anderen denn so ihre Aufgaben umgesetzt haben. Damit ihr ausprobieren könnt, ob euch diese Technik liegt und Spaß macht, wird auf der Homepage ein dreiteiliger kostenfreier Minikurs angeboten. Auch diesen kann ich euch sehr empfehlen.

Gerne werde ich dann hier im Blog eure Kunstwerke, die daraus entstehen, veröffentlichen. Was haltet ihr davon?

Zwischen Tolstoi und Simone de Beauvoir

WP_20160512_18_55_32_ProSeit gestern  ist meinem Buch „Das erste Trauerjahr“ Teil der Ausstellung „Die Magie des Lesens“ im Museum Neukölln. Der Gedanke hinter der Ausstellung ist, wieder in Erinnerung zu rufen, warum Bücher wichtig sind, wie sie uns prägen, durchs Leben begleiten und wie sie uns in Welten versetzen, die wir sonst nie betreten hätten. Allein in Neukölln leben geschätzte 24.000 Analphabeten, denen aus verschiedenen Gründen der Zugang zu Büchern verstellt ist. Daher wurden 24 Neuköllner gebeten, fünf ihrer Lieblingsbücher für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen und zu jedem dieser Bücher den persönlichen Bezug dazu und die Wichtigkeit in ihrem Leben aufzuzeigen.

Mitarbeiter der Ausstellung kamen zu den TeilnehmerInnen nach Hause, interviewten sie und machten wunderbare Texte aus deren Begründungen, die man allesamt im Ausstellungskatalog nachlesen kann. „Das erste Trauerjahr“ wurde von Dorothea Stockmar ausgewählt. Sie kam als kleines Mädchen nach der Flucht aus Schlesien nach Neukölln, lebte dort einige Jahre und ging um die Ecke der Ausstellungsräume des Museums Neukölln zur Schule. Oben links im Foto könnt ihr eines ihrer wenigen Bücher sehen, das die Familie auf der Flucht dabei hatte und welches Dorothea durch ihre Kindheit  begleitete: Es ist das Buch „Deutsche Märchen“ vom Cigaretten Bilderdienst von 1937. Als deutsches Kulturgut von Hitler unterstützt erfreute sich dieses Buch damals großer Beliebtheit, denn es kostete nur 1 Mark und man konnte die gesammelten Zigarettenbildchen dort einkleben. Da Dorotheas Vater starb als sie erst drei Jahre alt war und sie sich kaum an ihn erinnern konnte, war speziell dieses Buch sehr wichtig für sie, denn der Vater hatte ihr und den anderen Geschwistern daraus vorgelesen und vermutlich auch die Bildchen eingeklebt. Mit diesem Buch begann Dorotheas Liebe zu Büchern zu denen auch „Das Alter“ von Simone de Beauvoir, „Auferstehung“ von Lew Tolstoi und das kleine Gedichtbüchlein „Gäbe es keine Kirschblüten… Tanga aus 1300 Jahren“ gehört.

Der Text im Ausstellungskatalog ab Seite 86 über Dorothea endet mit der Passage: „Dorothea hat sich in ihrem Leben und ihrem Lesen viel mit den zentralen Fragen der menschlichen Existenz beschäftigt. Auf diese trifft man unweigerlich zwischen den Zeilen aller ihrer fünf Bücher. Verlust und Vergänglichkeit als Herausforderungen auf der einen Seite sowie Mitgefühl und Menschlichkeit als Antworten auf der anderen formen den Lesestoff, den sie bewegt.“

Dorothea Stockmar ist wie ich Trauerbegleiterin. Als ihr Sohn Cajus 2008 mit 17 Jahren durch einen Unfall stirbt, beginnt ein langer und schwerer Weg der Trauer für sie und ihre Familie. Sie verarbeitet ihre Gefühle in Bildern die unheimlich anrührend und aussagekräftig anmuten und schreibt Bücher über ihre Trauer durch die sie uns an ihrem Weg teilhaben lässt. So durfte ich auch Teil ihres Weges werden, der auch mein Weg ist. Über mein Buch sagt sie: „Wenn es dieses Buch damals schon gegeben hätte, dann wären die anderen vielleicht mit mir anders umgegangen. Dann hätten sie mich besser verstanden.“ Über Dorothea könnt ihr hier mehr erfahren.

Die Ausstellung ist unglaublich gut vorbereitet und durchdacht. Man merkt, wenn man dort ist, dass die Menschen, die diese Ausstellung zu verantworten haben, Bücher und Menschen lieben. Die Texte der Teilnehmer aus dem Ausstellungskatalog wurden auch vertont und Dorotheas Text könnt ihr hier nachhören. Besser aber noch: Geht selbst hin und genießt diese gelungene Ausstellung mit wunderbaren alten Büchern, die für jeden einzelnen Teilnehmer eine große Bedeutung erlangt haben. Die Ausstellung ist noch bis Ende Dezember 2016 zu sehen und liegt in einer zauberhaften Umgebung, dem Gutshof Britz, gleich neben dem Schloss Britz. Dem Museumsleiter Dr. Udo Gösswald und seinem Team ist dort etwas ganz Besonderes gelungen. Nicht umsonst heißt die Ausstellung „Die Magie des Lesens“.

 

Abschied von Mau Mau

maumau-werbegrafik 2Ein Kinderbuch von Sophie Westarp das ich für sehr geeignet halte, um mit Kindern allgemein über das Thema Trauer zu sprechen und ganz wichtig: in persönlichen Trauersituationen das Buch  gemeinsam anzusehen und zu lesen. Die Bilder und Texte sind gleichsam einfach und berührend, sagen nicht zu viel, lassen aber auch nichts Wichtiges weg. Sie stoßen das Thema Trauer an, lassen aber genügend Raum, um den eigenen Platz für die Trauer zu finden.

Das Buch gibt es auf Deutsch, Französisch und als animiertes E-Book.

Hier der Klappentext: Max und seine Katze Maumau sind unzertrennlich. Eines Tages wird Maumau sehr krank. Als sie stirbt, ist Max untröstlich. Doch Maumau bleibt auch nach ihrem Tod noch an seiner Seite: Max trifft sie in Tagträumen und entdeckt ihre funkelnden Augen nachts am Sternenhimmel.
‚Abschied von Maumau‘ ist ein Bilderbuch für Menschen ab 5, das beim Verlust des geliebten Haustieres oder auch eines nahen Freundes Trost spendet und das Trauern einfühlsam begleitet.
Erhältlich als Paperback, 32 Seiten, ISBN 978-3-7392-2400-8, Preis: 12,99 € oder als Ebook für 4,99 €.

Hier könnt Ihr sie kaufen: