Archiv | Juli 2016

Länger anhaltende Trauer ist keine Krankheit

Die WHO will eine länger als üblich anhaltende Trauer in den Katalog psychischer Störungen aufnehmen. Dagegen positioniert sich der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) entschieden. Trauer solle nicht als Krankheit missverstanden werden.

Trauer braucht Zeit

Trauer ist keine psychische Störung, sagt der DHPV

Trauer ist ein Prozess, der bei jedem Menschen unterschiedlich viel Zeit benötigt. Manchen Menschen gelingt es schon wenige Monate nach dem Tod eines geliebten Menschen, sich wieder dem Leben zuzuwenden, andere versinken über Jahre in tiefen Kummer, wenden sich von ihren Mitmenschen ab und sehen keinen Sinn mehr im Leben. Hilfe und Unterstützung kann jeder Mensch gebrauchen, der trauert. Dennoch ist Trauer normalerweise keine Krankheit, vielmehr ein wichtiger, auf Dauer heilsamer Prozess. Ob es sich allerdings bei einer besonders langanhaltenden Trauer um eine psychische Störung handelt, ist umstritten.

Trauer ist ein wichtiger Prozess

Derzeit wird die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene internationale Klassifikation psychischer Störungen überarbeitet. In diesem Rahmen schlägt die Arbeitsgruppe der WHO für stressbezogene Störungen die Aufnahme der „anhaltenden Trauerstörung“ als eigenständige psychische Störung vor. Der Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) positioniert sich eindeutig dagegen.

Die Experten des DHPV befürchten, dass in Zukunft jede anhaltende Trauer als seelische Krankheit definiert wird. Die Bezeichnung „anhaltende Trauerstörung“ halten sie für irreführend, weil Trauerzeit sehr individuell und unterschiedlich sei. Durch Festlegungen von bestimmten Zeiten würden Prozesse der Trauer eingegrenzt und normiert werden. Zudem entstehen Störungen in diesen Prozessen nicht durch die Trauer an sich, sondern durch den Verlust einer nahen Bezugsperson, so die Vertreter der DHPV. Trauer hingegen habe heilende Kraft und könne beispielsweise dem Entstehen von Depressionen entgegenwirken.

Der Trauer Zeit geben

Professor Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV, erklärt: „Die unter dem Dach des DHPV organisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen und -dienste engagieren sich in vielen Städten und Gemeinden in der Begleitung trauernder Menschen, etwa in Trauer-Cafés, Trauergruppen oder auch durch Einzelbegleitungen. Gemeinsam treten wir dafür ein, der Trauer Zeit zu geben. Trauer ist unserem Verständnis nach eine natürliche Reaktion auf einen schweren Verlust. Sie ist notwendig, um mit dieser Situation umzugehen.“

Bei besonders schweren Verlusten, zum Beispiel beim Tod eines Kindes, sollte den betroffenen Menschen allerdings bei Bedarf eine ihnen entsprechende therapeutische Unterstützung ermöglicht werden. Auch andere Situationen, wie beispielsweise der Suizid eines Angehörigen, können zu „erschwerter Trauer“ führen. Hier benötigen die Betroffenen eine besondere Begleitung durch Personen, die für diese Aufgaben speziell geschult sind.

Der Artikel stammt von:  http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/laenger-anhaltende-trauer-ist-keine-krankheit-10518/

Foto: © mario_vender – Fotolia.com

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Wenn das Vertrauen erschüttert ist

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Nach einem schweren Schicksalsschlag, dem Tod eines geliebten Menschen, bei einer schweren Krankheit oder bei Arbeitsplatzverlust kann das Vertrauen einen ganz schönen Knacks abbekommen.

Unter diesem Link findet ihr viel Wissen über Vertrauen. Es gibt Einiges darüber zu wissen und zu erfahren. Aber eines wird klar: Vertrauen zu können, ist wichtig für unser Seelenheil. Damit es nicht nur bei der Theorie bleibt, empfehle ich euch heute ein Seminar zur Stärkung des Vertrauens bei Dr. Renate Wirth, das Anfang August in Holzkirchen statt findet:

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Vertrauen
Ist Vertrauen eine Gnade, ein Geschenk, ein spiritueller Übungsweg oder eine Entscheidung? Kann man es verlieren oder gewinnen? Vertrauen ist die Grundlage unseres Lebens, die Basis, auf der unser Miteinander aufbaut, unser Fundament. Vertrauen in das Leben, in unseren Weg, in die Mitmenschen, in unsere Familie, in unsere Partner und Kinder, in das Schicksal, in größere Kräfte. Gottvertrauen. Vertrauen in uns selbst. Selbst-Vertrauen. Oft ist unsere Möglichkeit zu vertrauen von Kindheit an eingeschränkt oder geht uns im Laufe des Lebens verloren. Wir haben eine Vorsicht entwickelt, die uns in schwierigen Lebenssituationen geholfen hat, uns zu orientieren und zu überleben.
Doch diese Vorsicht verhindert heute ein gutes, vertrauensvolles Leben, in dem uns das gesamte Spektrum unserer Handlungsmöglichkeiten und Gefühle zur Verfügung steht. Können wir es wagen, dem Leben zuzustimmen mit all seinen Herausforderungen? Können wir es wagen, neu zu vertrauen?

Der Benediktushof Holzkirchen – ein besonderer Ort
Der Benediktushof in Holzkirchen ist ein besonderer Ort. Er ist ein spirituelles Zentrum, an dem westliche und östliche spirituelle Wege religionsübergreifend geübt und praktiziert werden. Ein Ort der Stille, der es ermöglicht, ganz bei Dir selbst anzukommen und neue Erfahrungen zu machen.

Wenn Du eine Auszeit möchtest, um etwas für Dich selbst zu tun und gleichzeitig auch den Weg der Meditation kennenzulernen, dann ist das Seminar „Vertrauen“ auf dem Benediktushof in Holzkirchen eine gute Möglichkeit. Wir arbeiten mit Familien- und Traumaaufstellungen, Körperarbeit, dem Weg des Yoga Rahasja, Gespräch und Meditation. Das Sitzen in der Stille unterstützt uns, uns zu zentrieren und aus unserer inneren Mitte heraus zu handeln.
Die Anmeldung erfolgt über den Benediktushof, Du kannst Dich hier anmelden.