Buchtipp: Sophia, der Tod und ich

41SuuU-fFUL._AC_US320_QL65_Ich habe das Buch auf einer längeren Autofahrt als Hörbuch gehört und gehofft, dass diese Fahrt nicht ehr zu Ende ist, bis ich auch da Buch bis zum Schluss durchhören konnte, denn der Autor Thees Uhlmann hat einfach geniale Ideen, sich mit dem Tod und dem Sterben auseinander zu setzen. Schön fand ich auch, die Rückblenden in das Leben der Hauptfigur, in seine Kindheit und Pubertät. Viele Aspekte daraus kamen mir bekannt vor und wer Ende der 60er Jahre oder in den 70er Jahren, so wie Thees Uhlmann geboren wurde, kann sich vielleicht in dem einen oder anderen Erlebnis wiederfinden. Die Anekdoten regen zumindest sehr aktiv die Erinnerung an eigene Begebenheiten aus dieser Zeit an. Da Fahrt vor der Beendigung des Buches zu Ende war, konnte ich an diesem Abend nicht ehr zu Bett gehen, bevor ich das Hörbuch bis zum Schluss durch gehört hatte. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen und in seinen Bann gezogen. Die Ideen und Verknüpfungen kommen so leicht und trotzdem gut durchdacht und überzeugend daher, dass sie es uns erleichtern unbeschwerter und mit neuem Blickwinkel auf das Thema Tod und Sterben zu blicken.

Hier der Klappentext zum Buch: Der Tod gibt sich die Ehre und bringt Leben in die Bude Der Tod klingelt an der Tür. Aber statt den Erzähler ex und hopp ins Jenseits zu befördern, gibt es ein rasantes Nachspiel. Ein temporeicher, hochkomischer, berührender Roman über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens.

Vor der Tür des Erzählers steht ein Mann, der ihm ähnlich sieht und behauptet, er sei der Tod und wolle ihn mitnehmen. Er habe noch ungefähr drei Minuten zu leben. Zwischen den beiden entspinnt sich eine absurdwitzige Diskussion, in der es um Kopf und Kragen, um die Insel Juist, den Lakritzgeschmack von Asphalt und das depressive Jobprofil des Todes geht. Zu seiner Verwunderung gelingt es dem Tod nicht, den Erzähler sterben zu lassen. Ein spektakulärer Roadtrip beginnt. Gemeinsam mit seiner Exfreundin Sophia und dem Tod macht sich der Erzähler auf den Weg zu seiner Mutter und zu seinem sieben Jahre alten Sohn, den er seit Ewigkeiten nicht gesehen hat, dem er aber Tag für Tag eine Postkarte schreibt.

Es geht auf eine Reise zwischen Himmel und Hölle – und um die Frage, ob es das alles überhaupt gibt. Eine Reise, die geprägt ist durch die Tollpatschigkeit, mit der sich der Tod durch die Welt der Lebenden bewegt, und Fragen wie: Muss der Tod pinkeln? Und wenn ja, wie macht er das? – Und die große Frage, was denn besser ist, »to burn out or to fade away«? »Sophia, der Tod und ich« ist eine irrsinnig lustige, berührende Suada, druck- und kraftvoll in jeder Zeile. Man liest, lacht, zerfließt in Melancholie und birst vor Freude, dass man noch am Leben ist.

Thees Uhlmann ist auch ein begnadeter und leidenschaftlicher Musiker und mit seiner Band Tomte musikalisch viel unterwegs. Hier findet Ihr ein Interview über ihn als Musiker und Buchautor. Viel Vergnügen beim Lesen und schreibt mir gerne, wie ihr es findet!

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