Archiv | September 2016

Buchtipp: „Lost Places“ von Johannes Groschupf

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, arbeitete in Berlin als Reisejournalist für große Zeitungen und Magazine und war 1994 für einen Reisebericht in Algerien unterwegs. Dort stürzte er mit einer Reisegruppe in einem Hubschrauber ab und überlebte diesen wie durch ein Wunder. Dem Flammeninferno mit Verletzungen entkommen, die er eigentlich nicht hätte überleben können, beginnt nun für ihn eine lange Zeit in der er damit beschäftigt ist, ins Leben zurück und einen neuen Weg für sich zu finden. Ihm wiederfährt, was vielen Menschen nach großen Krisen passiert: Nichts ist mehr wie zuvor.

23052.jpgIn seinem Buch: “Zu weit draußen” verarbeitet er zehn Jahre nach seinem Überleben, den Absturz und die Zeit danach. Das Buch ist zwar zur Zeit vergriffen aber ich konnte es gebraucht auf Amazon bekommen. Mich haben bereits die ersten Sätze gebannt. Ich war auf eine dramatische Geschichte gefasst und begriff sehr schnell: Das Schreiben hat Johannes Groschupf durch seinen beinahe tödlichen Unfall nicht verlernt. Er nimmt uns noch mal mit auf seine Reise zu den alten Höhlenmalereien in Algerien, die er mit einer Reisegruppe besichtigt. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass nur er die nächsten Stunden überleben wird. Wir dürfen dabei sein, wie er bei weniger als auf dem Nullpunkt beginnt, sich sein Leben neu zu erarbeiten. Berührend, nüchtern und Mut machend für jede andere Krise.

Hier geht es zum Beitrag: „Wie Phönix aus der Asche“. Dieser TV-Beitrag hat mich so berührt, dass ich mich gleich auf die Suche nach mehr über Johannes Groschupf gemacht habe. Es braucht solche Menschen wie ihn, die mit uns ihre dunkelsten Stunden teilen und die uns auf ihren Weg aus diesen Tiefen hinaus mitnehmen. Automatisch relativieren sich einige persönlich Krisen und man darf Mut fassen, sich selbst aus der eigenen Krise wieder herauszuholen.

In der Überschrift steht nicht umsonst: Buchtipps, denn durch sein erstes Buch gelingt ihm ein Durchbruch: Da es ihm nach der mehr als lebensbedrohlichen Krise nicht mehr möglich ist, an sein altes Berufsleben anzuknüpfen, doch Schreiben zu ihm gehört, beginnt er Jugendromane, die anfangs besonders in Berlin – Neukölln und später in Berlins Lost-Places spielen zu schreiben. Vier weitere Bücher sind von ihm erschienen:

  • „Hinterhofhelden“
  • „Der Zorn des Lammes“
  • „Das Lächeln des Panthers“
  • und „Lost Places“

Da mich die Berliner Industrie-Ruinen und ihre Geschichte sehr faszinieren, stelle ich euch sein Buch „Lost Places“ vor:51k4mfip1tl-_sx327_bo1204203200_

Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald zu einem riskanten Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, wird es richtig gefährlich. Authentisch und spannend!

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Yoga und Trauer

Heute gibt es einen Link zu einem Artikel von Melly. Melanie Probst ist Yogalehrerin in Mainz und beschäftigt sich schon einige Zeit damit, wie Yoga bei Trauer unterstützend wirken kann. Sie hat auch ihre Diplomarbeit darüber geschrieben. Dabei nimmt sie ihre eigene Erfahrung des Verlustes und die Trauer um ihre Mutter als Grundlage. Ich war und bin sehr begeistert von ihr und ihrer Arbeit, so habe ich sie vor ca. 3 Jahren zu einem Workshop nach Berlin eingeladen. Dazu muss ich sagen, dass ich nach wenigen Wochen nach Tom´s Tod selbst mit Yoga angefangen habe und sehr gerne damals schon mehr Wissen über Trauer und Yoga gehabt hätte, um diese Technik besser für mich nutzen zu können, denn leider war es vor 10 Jahren noch ehr selten, dass Yogalehrer auch Trauer in die Übungen mit einbezogen. Ich glaube auch heute noch ist es keine Selbstverständlichkeit. Jedenfalls fand ich Mellies Workshop in Berlin ganz wunderbar. Das Wichtigste bei Trauer und Yoga für mich ist das, was Melanie in ihrem Artikel über die Bewegung schreibt. Denn sanftes und achtsames Yoga in der Trauer – gerade in den erstarrten Phasen – zeigt dem Körper, dass die Bewegung möglich ist. Das ist natürlich nicht mit ein paar Yoga-Sessions erledigt, sondern erfordert viele Wiederholungen – eben den achtsamen Weg der kleinen Schritte.

Hier geht es zum Artikel von Melanie Probst, der im Juni 2014 im Yogajournal erschienen ist. Mellies Yogastudio findet ihr in der Mainzer Neustadt.

51ieqxhaul-_sx391_bo1204203200_Es gibt auch ein Buch über Trauer und Yoga das ich euch empfehlen kann: „Seelenyoga“: Nach einem schwerwiegenden Verlust steht das Leben äußerlich und innerlich Kopf – und genau darin liegt der Schlüssel zu innerem Wachstum: Wer Verluste aktiv durchlebt und sein Verhältnis dazu verändert, entdeckt ein tieferes Bewusstsein und neue Lebensqualität. Seelen-Yoga wurde von dem bekannten Yoga-Therapeuten Antonio Sausys entwickelt. Das spirituelle Übungsprogramm basiert auf dem traditionellen Yoga. Es begleitet den Prozess des Loslassens und hilft gezielt, körperliche und emotionale Leiden zu lindern. Alle Asanas werden genau erklärt und mit Fotos gut nachvollziehbar dargestellt. Der Autor verbindet erstmals die Philosophie des Yoga mit westlicher Psychologie und Hirnforschung. Seelen-Yoga schenkt die Kraft und das Vertrauen, sich selbst durch schwierige Gefühle verwandeln zu lassen und wieder zu einem freudvollen Leben zurück zu finden.

Und wer sich gerne das Yoga noch mehr verschönern möchte, kann es bei „Licht & Glück“ tun, dem Yoga-Shop von Anja Seelbach. In ihrem Online-Shop gibt es traumhaft schöne Yoga- und Augenkissen oder auch Angelwings, Nackenkissen und Schönes für die Seele.collagen903

 

 

TV-Tipp: Scobel auf 3Sat, Donnerstag, 22. September 2016 um 21 Uhr

Nach dem Trauma
Die Behandlung von Betroffenen ist meist langwierig
Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 25 Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge aufgrund von Kriegserlebnissen und Fluchterfahrungen traumatisiert sind. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, aus eigener Kraft traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Und doch sind diese Menschen Teil unserer Gesellschaft.
Hier geht es zu weiteren Informationen. Für die, die den Beitrag verpasst haben, wird er noch einige Zeit in der 3Sat-Mediathek zur Verfügung stehen.

Herzkinder, Himmelskinder, Sternenkinder von Barbara Krzyzaniak

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Barbaras zauberhafte und berührende Figürchen fertigt sie für Eltern, die ein Kind vor oder kurz nach der Geburt verloren haben. Sie weiß wovon sie spricht, denn heute wäre die kleine Lilly 12 Jahre alt. Ihr und vielen anderen können die kleinen und filigranen Porzellanwesen bei der Verarbeitung des Verlustes helfen.

Sie selbst sagt: „Ich habe seit 13 Jahren ein Himmelskind im Herz und irgendwann stellte ich mir die Frage:

Wie sieht sie/er jetzt wohl aus? Da ich mir sicher war, dass es ein Mädchen geworden wäre, modellierte ich ein kleines HerzKindMädchen, was dann bei mir auf der Fensterbank stand. So würde meine Kleine heute aussehen – so entstand die Idee der °HerzKinder°.

Meine handmodellierten HerzKinder tragen das gleiche MarkenSignat, welches auch GOEBEL Porzellan verwendet. Ich habe vor 2 Jahren eine kleine Serie Figuren für GOEBEL entworfen, die es seit einem Jahr im Handel gibt.

Alle °HerzKinder° sind handemodellierte Unikate, ca. 11cm groß, aus tonähnlichem Material, mit PerlmuttHerz und Echtheitszertifikat. Sie kommen in einem weißen Organzasäckchen mit Anhänger °Du bist mein HerzKind°, wahlweise auch °Von Herzen°.

Falls Interesse besteht, melden Sie sich gern bei mir unter: Kunsthandwerk-von-der-Sieg-Barbara-Krzyzaniak@email.de

Hier gibt es eine ausführliche Beschreibung der Figuren und bald werden diese zauberhaften Wesen auch hier zu finden sein.

Und auf Facebook gibt es die Figürchen hier.