Buchtipp: „Lost Places“ von Johannes Groschupf

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, arbeitete in Berlin als Reisejournalist für große Zeitungen und Magazine und war 1994 für einen Reisebericht in Algerien unterwegs. Dort stürzte er mit einer Reisegruppe in einem Hubschrauber ab und überlebte diesen wie durch ein Wunder. Dem Flammeninferno mit Verletzungen entkommen, die er eigentlich nicht hätte überleben können, beginnt nun für ihn eine lange Zeit in der er damit beschäftigt ist, ins Leben zurück und einen neuen Weg für sich zu finden. Ihm wiederfährt, was vielen Menschen nach großen Krisen passiert: Nichts ist mehr wie zuvor.

23052.jpgIn seinem Buch: “Zu weit draußen” verarbeitet er zehn Jahre nach seinem Überleben, den Absturz und die Zeit danach. Das Buch ist zwar zur Zeit vergriffen aber ich konnte es gebraucht auf Amazon bekommen. Mich haben bereits die ersten Sätze gebannt. Ich war auf eine dramatische Geschichte gefasst und begriff sehr schnell: Das Schreiben hat Johannes Groschupf durch seinen beinahe tödlichen Unfall nicht verlernt. Er nimmt uns noch mal mit auf seine Reise zu den alten Höhlenmalereien in Algerien, die er mit einer Reisegruppe besichtigt. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass nur er die nächsten Stunden überleben wird. Wir dürfen dabei sein, wie er bei weniger als auf dem Nullpunkt beginnt, sich sein Leben neu zu erarbeiten. Berührend, nüchtern und Mut machend für jede andere Krise.

Hier geht es zum Beitrag: „Wie Phönix aus der Asche“. Dieser TV-Beitrag hat mich so berührt, dass ich mich gleich auf die Suche nach mehr über Johannes Groschupf gemacht habe. Es braucht solche Menschen wie ihn, die mit uns ihre dunkelsten Stunden teilen und die uns auf ihren Weg aus diesen Tiefen hinaus mitnehmen. Automatisch relativieren sich einige persönlich Krisen und man darf Mut fassen, sich selbst aus der eigenen Krise wieder herauszuholen.

In der Überschrift steht nicht umsonst: Buchtipps, denn durch sein erstes Buch gelingt ihm ein Durchbruch: Da es ihm nach der mehr als lebensbedrohlichen Krise nicht mehr möglich ist, an sein altes Berufsleben anzuknüpfen, doch Schreiben zu ihm gehört, beginnt er Jugendromane, die anfangs besonders in Berlin – Neukölln und später in Berlins Lost-Places spielen zu schreiben. Vier weitere Bücher sind von ihm erschienen:

  • „Hinterhofhelden“
  • „Der Zorn des Lammes“
  • „Das Lächeln des Panthers“
  • und „Lost Places“

Da mich die Berliner Industrie-Ruinen und ihre Geschichte sehr faszinieren, stelle ich euch sein Buch „Lost Places“ vor:51k4mfip1tl-_sx327_bo1204203200_

Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald zu einem riskanten Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, wird es richtig gefährlich. Authentisch und spannend!

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