Archiv | Dezember 2017

Adventskalender für Trauernde 12. Dezember 2017

Windlicht vom Herzkanal:

Sei offen für Neues
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Die Windlichter sind für den Innen- als auch für den Außenbereich geeignet. Die Hochleistungsfolie nimmt kein Wasser an.

Größe: 85mm breit und 185mm hoch Gewicht: ca.120g/inkl. Teelicht

 

Alexandra Ballhorn arbeitet in ihrer Praxis mit den Herzen der Menschen, denn der1434190259557c01b3b3e9e_A._Ballhorn_Startseite.jpg Kopf sagt nicht immer das Richtige – Alexandra leitet euch an, in euer Herz zu hören,
es zu verstehen und das Besondere in sich selbst zu spüren.
In ihrer Praxis in Köln nutzt sie verschiedene Behandlungsmethoden wie: Systemisch Psychologische Beratung, Systemisch Mediale Aufstellungsarbeit, Mentales Training, Hypnose und Rückführung wie auch Mediale Lebensberatung. Ich selbst kam letztes Jahr in den Genuss ihrer wunderbaren und sehr hilfreichen Arbeit. Wer also die Möglichkeit hat, sich eine ihrer Behandlungen zu gönnen, sollte die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen. Für die anderen verschenkt sie heute 10 ihrer Windlichter, die sie neben anderer ihrer Kreationen auch online im Herzkanal verkauft, denn wenn sie malt, entstehen unglaublich schöne und kraftvolle Engel und einige davon haben ihren Weg auch auf die traumhaft-schönen Windlichter gefunden. Geht unbedingt nachschauen, was es noch so Schönes dort gibt, denn am 21. Dezember schließt sie ihr Ladengeschäft und im Moment könnt ihr dort noch zu herabgesetzten Preisen sehr aussergewöhnliche Weihnachtsgeschenke finden. Online geht der Shop im nächsten Jahr natürlich weiter. Dort könnt ihr auch jetzt noch Schönes für euch finden, wenn ihr von weiter weg seid.

Schreibt mir also heute Mails mit dem Betreff „Windlichter“ und der Adresse wo es hingehen soll an: info@trauerbegleiter.org

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Adventskalender für Trauernde 11. Dezember 2017

Foto Cover

„Die Wolkendecke“

Heute ist der 11. Dezember. Heute hätte mein Vater Geburtstag.

Gar nicht so selten träume ich von meinen beiden Toten, von meinem Vater und von meinem Sohn. Immer halten sie sich in einer schönen Landschaft auf und gucken mir zu bei dem, was ich mache. Einmal haben sie mir Beifall gespendet: Riesige, vielfarbige Schmetterlinge flogen aus ihren Händen auf und umgaukelten mich fröhlich. Eigentlich ist es immer schön, sie im Traum zu treffen.

Nach dem Tod meines Sohns, der im Alter von zweiundzwanzig Jahren verunglückt ist, habe ich auf der Frage nach dem „Warum“ (von der es stets heißt, man soll sie nicht fragen) das Buch „Die Wolkendecke“ geschrieben und ein Familiengeheimnis aufgelöst. Deswegen hat das Buch den Untertitel: „Von Trauer und Auftrag“.

Das Buchcover vereint eine Menge wichtige Dinge: Ein Bild, das ich bei einem Trauerseminar als betroffene Mutter gemalt habe, eine zarte Baumstudie meines Vaters aus seiner Schulzeit, ein rundes Stück Holunderkunst, den Stein, den mein Kind in der Hosentasche hatte, und Fotos von Familienmitgliedern diesseits und jenseits des Weges.

Die Wolkendecke zeigt den Lebensweg eines Kindes, das immer ein bisschen neben sich steht. Später wird es den Grund herausfinden. Die Sprachlosigkeit der jungen Erwachsenen mündet ins Kunststudium und zu Arbeiten, in denen sie versucht, die Welt wieder zusammenzusetzen. Mäandernd zwischen bürgerlicher Lebensweise und dem Ausbrechen aus Konventionen verlässt die Ich-Erzählerin die Ehe im Haus am Land und lebt mit den zwei Kindern als Selbständige ein dichtes Leben. Als sie dem ‚Mann ihres Lebens‘ begegnet, folgt sie ihm an den neuen Ort und muss dort vieles loslassen, berufliche Erfahrungen, Atelier und Anerkennung. Als sie beginnt, aus der Krise aufzutauchen, verunglückt ihr Sohn tödlich. Sie lernt, mit der Trauer zu leben und dankbar zu sein über vieles, was ihr begegnet. Auf der Suche nach dem ‚Warum‘ kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur. Der rote Faden der Liebe und der Kunst zieht sich durch alle farbigen Kapitel dieses Lebens.

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Barbara Biegel

Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg

1990 Ateliergründung/Collagen

1992 Geburt des Sohns

1995 Geburt der Tochter

2000 Stipendium der Akademie

Einzel- und Gruppenausstellungen mit dem Thema Papier/Collage

2009 Kunst im öffentlichen Raum, Fahnenprojekte, Arbeiten aus Holunderholz

2011 Umzug nach Jena

2012 Animationsfilme

2014 Tod des Sohns

2017 Ausbildungen „QiGong“ und „Trauerbegleitung“

Veröffentlichung des autobiografischen Romans „Die Wolkendecke“ mit dem Untertitel: Von Trauer und Auftrag (Paperback 292 Seiten, ISBN-13: 978-3-7448-3931-0)

Ab nächster Woche wird es auch im Trauer-Radio eine eigene Sendung von Barbara Biegel geben: „Die Wundertüte“. Dort stellt sie uns kreative Methoden vor, die uns im Alltag und in Krisen- und Trauerzeiten hilfreich begleiten können. Mehr über Barbara Biegel findet ihr hier.

Wer mir eine Mail an info@trauerbegleiter.org mit dem Betreff „Wolkendecke“ und der Adresse wo es hingehen soll, mailt, kann ein Exemplar des Buches gewinnen.

Adventskalender für Trauernde 10. Dezember 2017

„Das erste Trauerjahr – Was kommt, was hilft, worauf Sie setzen können“

51Cpjs6D0cL._SX303_BO1,204,203,200_Stirbt ein geliebter Mensch, trifft dies nahe Hinterbliebene mit unvorstellbarer Wucht. Das erste Trauerjahr ist für sie eine unendlich schmerzhafte Zeit. Die erfahrene Trauerbegleiterin Eva Terhorst hat selbst den Verlust und die Trauer über den Tod zweier ihr nahestehenden Menschen erlebt. Sie weiß, was Betroffenen hilft, das erste Trauerjahr zu ver- und überstehen. Sie beschreibt, was in dem ersten Jahr auf Trauernde zukommt, was sie brauchen, was sie für sich tun und worauf sie setzen können. Mit zahlreichen Tipps, Übungen und Audio-Links zu geführten Imaginationen.

Ich verschenke heute eines dieser Exemplare. Bitte eine E-Mail an info@trauerbegleiter.org mit dem Betreff: „Das erste Trauerjahr“ und die Adresse an die ich es schicken darf.

Mehr über mich und meine Arbeit findet ihr hier. Und lauscht auch mal ins Trauer-Radio rein. Mehr Informationen über das Trauer-Radio findet ihr hier.

Adventskalender für Trauernde 9. Dezember 2017

 

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Die Trauerbox

Die Trauerbox ist ein Unterstützungs-Angebot für Trauernde. Sie wird aus hochwertigem Material in Handarbeit bei Hamburg gefertigt und von mir persönlich mit wertvollem Handwerkszeug bestückt, das Dich in Deiner Trauer unterstützen kann.

 

 

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Ich bin Johanna, Sterbeamme und Bestatterin (www.trauer-in-liebe.de hier kannst du mich kontaktieren) und habe die Trauerbox (www.trauerbox.de) ins Leben gerufen, um Betroffene zu stärken und zu ermutigen, ihrer Trauer Raum zu geben.

 

In der Trauerbox findest Du den Kompass für die Trauerwanderung (ein Handbuch)  in ihm habe ich viele wertvolle Anregungen für einen bewussten Umgang mit der eigenen Trauer zusammengetragen, einen Aufsteller mit ermutigenden Zitaten und Worten (auch von anderen Betroffenen), eine Kerze, ein Handschmeichler (hier kann z.B. der Fingerabdruck Deines Verstorbenen eingraviert werden – fühlbare Spuren, die bleiben) und Rescue-Pastillen, die sehr wohltuend bei tiefen und heftigen Trauergefühlen sind und Begegnungsbriefen, die Dir Unterstützung geben, Dich Deinem Umfeld mitzuteilen. Die Trauerbox wandelt sich mit Deinem Trauerprozess in dem Du sie nach und nach zu einer persönlichen Erinnerungsschatzkiste umgestaltest. Die Inhalte, die ich für Dich hineingelegt habe, finden durch ihre Anwendung einen Platz an Deiner Seite. In der Trauerbox entsteht so immer mehr Raum für persönliche Erinnerungsstücke von Deinem Verstorbenen. Ihr Äußeres kannst Du mit Fotos und anderen Papieren verändern und gestalten. So entwickelt sich aus der Trauerbox – Schritt für Schritt – Deine Erinnerungsschatzkiste. Bei einem bekommt sie ihren Platz im Regal, bei einem anderen ihren Platz auf dem Nachttisch und wieder ein anderer holt sie zum Geburts- oder Todestag des Verstorbenen hervor. Auf welche Weise auch immer sie ihren Platz in Deinem Leben einnimmt: sie wird an das Wesen und die Lebensmelodie Deines Verstorbenen erinnern, Dich glücklich und traurig machen und ihn nie vergessen lassen.

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Wer mir eine Mail an info@trauerbegleiter.org mit dem Betreff: „Trauerbox“ und der Adresse wo sie hingehen soll, schreibt, bekommt eine Trauerbox von Johanna zugesendet.

Adventskalender für Trauernde 8. Dezember 2017

„Die kleinen Sterne leuchten immer“

von Tanja Wenz

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In ihrem Buch erfahren werdende Eltern mit Tanja Wenz befreundet, während einer Ultraschalluntersuchung, dass ihr ungeborenes Kind an einer Anenzephalie (große Teile des Gehirns fehlen) leidet. Es gibt keine Überlebenschancen für ihre Tochter. Die Ärzte raten zu einer Abtreibung. Sie geraten in einen alptraumhaften Strudel aus Schuldgefühlen, Ängsten, tiefer Trauer, Wut und Sorgen. Sie nehmen sich jedoch die Zeit, um für sich und ihre Tochter die richtige Lösung herauszufinden. Die werdenden Eltern entscheiden sich gegen eine Abtreibung und für eine Austragung ihrer Tochter, für das sogenannte Weitertragen. Die Zeit der Schwangerschaft mit ihrem besonderen Kind, die Geburt und danach die Trauer prägen ihr Leben sehr. Doch sie geben nicht auf und finden zurück zu ihrem ganz persönlichen Glück. 
Unbekannt

Tanja Wenz beschäftigt sich in ihren Büchern oft mit Themen, die in der Gesellschaft leider tabuisiert werden. Ihr ist es ein Anliegen, sie etwas mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.

Ein sehr berührendes Buch das nachdenklich stimmt und zeigt, wie stark und gefühlvoll Menschen mit Herausforderungen und Krisen umgehen können.

Wer es gerne haben möchte, schreibt mir bitte eine Mail mit dem Betreff „Kleine Sterne“ an: info@trauerbegleiter.org und die Adresse, wo es hingehen soll.

Adventskalender für Trauernde 7. Dezember 2017

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Cartoonist Phil Hubbe

Wer mich kennt, weiß, dass ich Menschen, die Zeichnen können, glühend beneide. Gestern durfte ich Phil Hubbe, der sich selbst als Behinderten-Zeichner betitelt, kennenlernen und für meine Sendung „Sag doch mal, was hilft, wenn es weh tut“ fürs Trauer-Radio zu interviewen.

Natürlich möchte er nicht über seine MS-Erkrankung definiert werden aber auf sie und auf Menschen mit anderen Behinderungen durchaus aufmerksam machen und sich dafür einsetzen. Das gelingt ihm auf leichte Art durch seine einzigartigen Karikaturen. Beeindruckend und damit für jeden von uns, betroffen oder nicht, Mut machend, unseren eigenen Weg zu gehen, auch wenn nicht immer alles gradlinig verläuft, ist seine Geschichte und sein Umgang damit.

Er kommt aus Magdeburg und ist mein Jahrgang. Früh bekommt er die Diagnose „MS“ und es wird ihm empfohlen, seine angedachte Karriere als Zeichner gleich mal wieder in den Sand zu setzen. Zum Glück hat ihm seine innere Stimme etwas anderes geraten. So ist er heute sehr gefragt in seinem Job und kann gut davon leben. Mit seiner damaligen Freundin und jetzigen Frau hat er eine bereits erwachsene Tochter, die sehr stolz auf ihren zeichnenden Vater ist.

Ich treffe ihn auf einem Event der Deutschen und Österreichischen Bahn in Berlin, denn er macht nicht nur jedes Jahr einen Handicap-Kalender, der für dieses Jahr bereits vergriffen ist, bringt Bücher heraus, zeichnet mit viel Freude politische Karikaturen für Zeitschriften – nein, er zeichnet auch noch jedes Jahr einen eigenen Kalender für die Deutsche und Österreichische Bahn mit witzigen und mehr oder weniger deutlichen Anspielungen auf die Probleme, die Menschen mit Behinderungen im Nah- und Fernverkehr haben können. Dieser Tage treffen sich Menschen mit Behinderungen, die für die Deutsche und Österreichische Bahn arbeiten und Gewerkschaftler zu einer Tagung zum Thema „Handicap“.

Was auffällt: Die Stimmung ist sehr offen und nett, geradezu herzlich und obwohl ich dort eigentlich nichts verloren habe, fühle ich mich vom ersten Moment an sehr willkommen. Seit einiger Zeit habe ich mit dem Gehen Probleme und hier schaut mich keiner fragend an, wenn ich sage, dass ich nicht so lange stehen kann. Eine wahre Wohltat! Phil ist hier, um seinen Kalender für die Tagungsteilnehmer zu signieren. Ich darf dabei sitzen und bekomme auch einen geschenkt und signiert, den ich heute hier an euch verlosen darf.

Damit ihr Phil noch ein wenig besser kennen lernt, verlinke ich euch einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung: „Kein Humor bedeutet auch Ausgrenzung“ und einen schönen Film-Beitrag vom MDR: „Anders normal“ über ihn. In beiden Fällen wird betont, wie grummelig Phil rüber kommt, obwohl es von ihm gar nicht so gemeint ist. Im Interview erzählt er mir auch davon aber ich kann über diese wohl „legendäre“ Grummeligkeit gar nichts sagen, denn ich bekomme sie nicht mit. Vielleicht habe ich einen guten Tag erwischt oder seine gradlinige Freundlichkeit hat einfach auch etwas Entspannendes und sehr Natürliches für mich. Hier wird sich nicht dargestellt, es fühlt sich alles unverfälscht und trotzdem oder gerade deswegen außergewöhnlich an. Ein Tag, den ich als gut genutzt empfinde, eine Begegnung, die mir sehr gut gefallen hat und die hoffentlich nicht die letzte war.

Wer den Kalender für 2018 im A4-Format gewinnen möchte, den Phil gestern extra dafür signiert hat, der mailt mir bitte an: info@trauerbegleiter.org mit dem Betreff: „Handicap“ und mit der Adresse, wo er hingehen soll.

Adventskalender für Trauernde 6. Dezember 2017

Kira liest

Der Verein „Was wirklich zählt im Leben e.V.“ verschenkt heute zwei Bücher von Dr. Sandra Maxeiner, die dieses besondere Netzwerk ins Leben gerufen hat:

Dr. Sandra Maxeiner: Promovierte Politik- und Sozialwissenschaftlerin. In ihrer Freizeit arbeitet sie als Hospizhelferin und setzt sich mit dem Verein „Was wirklich zählt im Leben e. V.“ für Menschen ein, die in eine akute Lebenskrise geraten sind, weil ein nahestehender Angehöriger plötzlich und unerwartet verstorben ist oder weil eine lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird.

Verein „Was wirklich zählt im Leben e.V.Mit unserem Verein „Was wirklich zählt im Leben“ kümmern wir uns um Menschen, die in eine akute Lebenskrise geraten sind, weil ein nahestehender Angehöriger plötzlich und unerwartet stirbt oder eine lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird. Gerade in dieser Phase einschneidender, gravierender Veränderungen, in der nichts mehr so ist wie es einmal war, einer Phase der Trauer, Wut, Hilflosigkeit und Unsicherheit, benötigen Eltern, Lebens- oder Ehepartner, aber auch Geschwister Unterstützung. 

Heute verschenkt Sandra je eines ihrer beiden Bücher. Normalerweise kommt deren Erlös gänzlich dem Verein zugute. Bitte eine Mail an info@trauerbegleiter.org mit eurem Wunschtitel und der Adresse schreiben, wo es hingehen soll.

Aber vorher möchten wir noch auf unsere Aktion aufmerksam machen:

„Kira liest – Eure Lieblingsbücher für Kira!“Kira Kopie 2.jpg

 „Was wirklich zählt im Leben e.V.“ nutzt heute den Nikolaustag, um auf eine außergewöhnliche Aktion aufmerksam zu machen. Es geht um eure Lieblingsbücher, denn die tapfere junge Frau auf diesem Foto ist Kira, die trotz heftiger Schicksalsschläge nie ihren Lebensmut verloren hat. Es ist erstaunlich, auf welche unterschiedlichen Weisen Menschen in Krisensituationen Halt finden können, um mit ihrem Leben trotz enormer Herausforderungen wie Verluste und Erkrankungen aufrecht und voller Liebe weiterzumachen. Diese Menschen merken oft selbst nicht, dass sie ein Vorbild für andere sind, die gerade ganz am Anfang ihrer Reise durch schwere Zeiten stehen. Kira ist für uns solch eine herausragende Persönlichkeit, denn sie ist schwer erkrankt, möchte aber nicht über diese Krankheit definiert werden. Ein mutiger und deutlicher Ansatz, wie wir finden, denn wir alle vergessen viel zu oft, dass die Magie des Lebens darin besteht, dass jedes Individuum die Essenz aus vielen Faktoren und Aspekten ist, die uns das Leben mitgegeben hat. Sie zu verstehen und zu erfassen überfordert uns und so reduzieren wir uns und andere auf ein Minimum. Kira hat uns durch ihre zarte und zurückhaltende Art wieder daran erinnert, dass es da noch mehr gibt und darauf sind wir neugierig.

Ein Aspekt in Kiras Leben ist, dass sie sehr gerne liest. Auch jetzt noch, nachdem sie ihre Mutter und davor ihre Brüder verloren hat, schafft sie es, sich auf ihre Bücher zu konzentrieren und zumindest zeitweise Halt und Trost in ihnen zu finden. Sie ist dankbar für die Zeit, die sie mit ihren Lieben hatte und versucht dennoch ihren Fokus darauf zu behalten, dass sie noch weiter leben darf und dies wertschätzen möchte. Kira würde auch viel lesen, wenn sie nicht unter Muskeldystrophie leiden würde. Wenn sie gesund wäre, würde sie manchmal auch tanzen, viel laufen, ab und zu mal auf ihrem Lieblingspferd reiten, täglich mit ihren Hunden spazieren gehen und hin und wieder die Welt bereisen. Das geht aber nicht, denn durch ihre Krankheit bekommt sie immer weniger Luft und muss ständig mit Sauerstoff versorgt werden. Wenn sie in Bewegung ist, wird ihr Atem bedrohlich knapp.

Vielleicht habt ihr Lust, gemeinsam mit uns Kiras Welt wieder etwas heller und bunter zu machen. Schickt ihr eure Lieblingsbücher unter dem Kennwort „Kira liest“ an unseren Verein „Was wirklich zählt im Leben e. V.“, Richard-Strauss-Str. 23, 14193 Berlin. Gemeinsam mit Kira sind wir schon sehr neugierig und gespannt darauf, was daraus wohl alles entsteht.

Kira ist eine Angehörige, die durch ihre Schicksalsschläge zu unserem Verein gefunden hat. Da sie durch ihre Krankheit sehr eingeschränkt ist, wünscht sie sich von uns Unterstützung dabei, Verbindung zu anderen Menschen herzustellen. Im regen Kontakt mit ihr hat sich herausgestellt, dass nicht nur wir für sie wichtig sind, sondern dass ihre ganze Art und ihr Umgang mit ihrem Schicksal uns noch intensiver an das erinnert, was wirklich zählt im Leben. Als wir den Verein starteten, hatten wir „nur“ Hilfe für andere im Sinn, jedoch wird uns durch jeden Kontakt mit Menschen, die sich an uns wenden, klarer, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind und dass Geben und Empfangen ein einziger Kreislauf ist. 

 

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In ihrem neuen Buch stellt Sandra Maxeiner Menschen vor, die zeigen, „Was wirklich zählt im Leben“. Dank einfühlsamer, gezielter Fragen öffneten sich auch Prominente wie der Politiker Wolfgang Bosbach, Schlagersänger Roland Kaiser, die Schauspielerinnen Jutta Speidel und Hansi Jochmann sowie die RTL-Moderatorin Susanne Klehn für Innenansichten ihrer Lebenseinstellungen.

Warum macht sich Gutsein nicht an heroischen Taten fest? Weshalb lassen sich Depressionen nicht erklären? Inwiefern verändert eine Krebserkrankung den Charakter? Warum ist mancher ein Held wider Willen? Wieso ist nur Liebe das geeignete Mittel gegen Gewalt? Wie gelingt ein Leben ohne Angst? Und warum können wir sehr wohl einen Unterschied machen? Antworten auf diese und viele weiteren Fragen geben außergewöhnliche Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch eines gemeinsam haben: das Bedürfnis, einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten zu wollen.

Sandra Maxeiners Interviews ermöglichen ungewöhnliche Einblicke in das Innere ihrer Gesprächspartner, darunter Prominente aus Politik, Wirtschaft, Showbiz und Gesellschaft. Deutlich wird, was jemanden antreibt, ehrenamtlich als Sterbebegleiterin tätig zu werden, warum eine erfolgreiche Unternehmerin ihre knappe Freizeit in Ehrenämtern verbringt oder was einen Schüler dazu bewegt, Zivilcourage zu zeigen, während andere ihre Zeit abhängen. Bemerkenswert ist, auf welche Weise Menschen soziales Engagement, tiefe Menschlichkeit und Wertebezogenheit leben, wie sie mit Schicksalsschlägen umgehen und mancher lernen muss, das Leben als Geschenk zu begreifen.

Für ihr Buch „Was wirklich zählt im Leben“ hat die Autorin ihren Gesprächspartnern persönliche Erfahrungen und substanzreiche Reflexionen entlockt. Jedes der insgesamt 20 Interviews stellt in gewisser Weise auch ein literarisch-biographisches Kunstwerk dar. Ihr Buch ist in besonderer Weise inspirierend und bringt in Erinnerung, auf welche Werte es im Leben ankommt. Das sollte nachhallen.

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Was zählt wirklich in unserem Leben? Wie können wir das Beste daraus machen und warum sind wir hier? Sandra Maxeiner suchte und fand Antworten auf diese und weitere Fragen in Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen, die existenzielle Lebenserfahrungen gemacht haben. So traf sie die buddhistische Nonne Ani Choying Drolma aus Nepal, die ihrem gewalttätigen Vater zu vergeben lernte und damit zu einem neuen, positiven Leben fand. Für die 46-Jährige Nonne steht heute fest: Jede Erfahrung im Leben ist gut, egal ob sie positiv oder vermeintlich negativ ist. In Sandra Maxeiners zweitem Interviewbuch finden sich spannende, berührende, weise und inspirierende Lebenserfahrungen und Einsichten. Zu Wort kommen unter anderem der Politiker Gregor Gysi, der Sänger Roland Kaiser, die Schauspielerin Michaela May, Musiker Jens Sembdner und Notfallpsychologe Gerd Reimann.