Trauerseminar im Herbst auf Juist

RIMG0300

Fast alle meine Bücher sind beim Herder-Verlag erschienen. Da liegt es nahe, auch gemeinsam mit Herder-Reisen ein Seminar anzubieten. Es geht um Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Vom 29. Oktober bis zum 2. November 2019 treffen wir uns auf Juist und leisten gemeinsam Trauer-Arbeit. Wer gerne Genaueres wissen möchte, kann hier alle wichtigen Informationen bekommen: Trauerseminar

Es sind noch Plätze frei. Klickt auf den Link oben, da findet ihr alle Informationen und dann könnt ihr euch verbindlich unter roeder@herder.de anmelden. Ich freue mich auf euch und auf die Insel.

Werbeanzeigen

Buchempfehlung: „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“

51tPYDS+3VL._SX327_BO1,204,203,200_Da ich es leider nicht schaffe, alle guten Bücher, die von Verlusten, Tod und Trauer handeln, zu lesen, hat sich Bettina bereit erklärt, ein paar Zeilen über ein Buch, das sie gerade gelesen und sehr gemocht hat, zu schreiben. Bettina hat selbst einen geliebten Menschen verloren und beschäftigt sich seither intensiver mit dem Leben und und dem Tod. Daher engagiert sie sich auch für den Memento-Tag. Er soll uns an unsere Sterblichkeit und daran erinnern, wie viel wertvoller uns unser Leben erscheinen kann, wenn uns klar wird, dass wir nicht ewig leben. Folgt dem Link und schaut nach, ob es euch nicht ebenso geht. Vielleicht fühlt ihr euch inspiriert, ebenfalls daran teil zu nehmen. Aber jetzt zur Buchempfehlung, denn auch im Buch: „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“  ist das Thema, wie viel intensiver und freudiger das Leben einem erscheinen kann, wenn klar wird, dass es begrenzt ist und manchmal enorm kurz sein kann. Die Buchautorin Anna MacPartlin spricht ein paar einleitende Sätze zum Buch in diesem kleinen Filmchen auf YouTube.

Ein Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte… Rabbit Hayes, eine Irin, hat Brustkrebs, eine 12jährige Tochter und eine komplett verrückte, irische, liebenswerte Familie um sich herum. In diesen 9 letzten Tagen , lernt man viele Stationen ihrer Kindheit, ihrer Jugendzeit, und etliches andere aus dem Leben dieser sehr starken, eigenwilligen Frau kennen und lieben. Wunderbare Schilderungen, wie z.B. eine fluchende, irische Ma, die das Ganze zusammenhält, ein Bruder, der sich in diesen 9 Tagen komplett verändert, und viele andere Personen, die Rabbit am Ende ihres Lebens begleiten, lassen einen erahnen, wie wertvoll diese Begleitungen auch für die Zurückbleibenden sind. Sehr schnell hat man alles gut vor Augen, der Roman gibt einem die Möglichkeit auch ein Teil dieser Familie zu sein, oder zumindest ein sehr naher Beobachter. Ein sehr warmherziges Buch, tröstend, berührend, traurig, und lustig in einem. Ich habe mich gezwungen, langsamer zu lesen, als die rechte Hälfte des Buches immer dünner wurde 🙂 und lege es jedem gerne ans Herz. Bettina Attenberger

51u6pRoVOEL._SX327_BO1,204,203,200_

Anmerkung der Redaktion: Die gute Nachricht ist: Wem es so ergeht wie Bettina und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, es aber dennoch tut, damit es nicht so schnell ausgelesen ist: es gibt einen zweiten Band: „Für immer Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin.

„Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß auch wie Wolken schmecken.“

Novalis – deutscher Dichter der Frühromantik 1772  – 1801

RIMG0056 (23) Kopie

Es ist Schmetterling-Zeit! Was hat das mit Trauer zu tun? Wer in meinem Trauer-Online-Seminar teilnimmt, kennt das schon: Ich bestelle jedes Jahr fünf Raupen von Insect Lore. Das Set habe ich nur 1x gekauft und nun ordere ich jedes Jahr wieder Raupen, denen ich beim Wachsen, beim Verpuppen und beim Schlüpfen zusehen kann. Der Abschied ist dann auch immer etwas aufregend. Anfangs dachte ich, sie würden vielleicht noch etwas Zeit mit mir auf meiner Terrasse verbringen aber sie ziehen ohne sich umzublicken, einfach davon. Ich hoffe, um sich so gut wie möglich, zu vermehren.

RIMG0003 (1)Es ist tatsächlich ein Rundum-Sorglos-Paket, denn die Raupen kommen im geschlossenen Becher mit ausreichend Futter. Erst wenn sie sich unter dem Deckel verpuppt haben, kommen sie in den dafür vorgesehenen Aufsteller, der in in der Lieferung dabei ist und das kommt dann in ein Netz, bis sie schlüpfen.  Selbst bei den hohen Temperaturen, sind die Raupen auch dieses Jahr wieder gesund und munter bei mir eingetroffen.

Grundsätzlich verkörpern Schmetterlinge Auferstehung und Metamorphose, daher passen sie sehr gut zum Thema Tod und Trauer. Wer mehr darüber lesen möchte, kann das beispielsweise hier tun.  Ich finde aber auch, dass sie hier und da kleine Botschafter unserer Liebsten sein können. Sie sind leicht, bunt und lassen sich von einem Windhauch tragen.

Ich halte es auch für eine aufmunternde Maßnahme, Schmetterlingen dabei zuzusehen, wie sie sich entwickeln – eine erstaunliche Metamorphose mit einem zauberhaften Ergebnis.  Auch in der Trauer können wir uns durchaus in einer Phase befinden, in der wir uns verpuppen oder einigeln, um der Veränderung, die der Verlust in uns bewirkt, Raum und Zeit zu geben. Auch hier mit einem wunderbaren Ergebnis.

Zusätzlich tun wir etwas Gutes für die Umwelt, denn nicht nur Bienen, sondern auch Schmetterlinge leiden unter den Pestiziden auf den Feldern und werden immer seltener. Das ist euch sicherlich auch schon selbst aufgefallen. In Berlin-Britz gibt es nun ein Schmetterlingshaus, in dem nicht die tollsten und größten Arten von Schmetterlingen aus dem Dschungel gehalten werden, sondern ganz normale Schmetterlinge, wie wir sie kennen. Mehr Infos darüber könnt ihr hier nachlesen. Also, lasst euch gerne davon anstecken und holt euch die kleinen Racker selbst ins Haus.

 

 

Katy läuft für Larissa und für den guten Zweck

Larissa würde am 27. Juni 2019, 27 Jahre alt werden. Sie wurde 2013 von ihrem Freund ermordet. Damals hat ganz Innsbruck gemeinsam mit ihrer Familie nach ihr gesucht. Endlich nach zwei Wochen konnte die Polizei ihren Freund überführen und er verriet endlich, dass er ihren toten Körper im Inn versteckt hatte. Katy ist Larissas Schwester. Sie hat ihre Trauer in Seelensport verwandelt und ihre Methode für alle Trauernden zugänglich gemacht. Letztes Jahr war Katy bei mir zu Besuch. Dabei ist ein sehr schönes Interview fürs Trauer-Radio (Episode 10) geworden.

So ist es nicht verwunderlich, dass es nun schon zum dritten Mal einen Seelenlauf in Innsbruck gibt. Mit jedem Lebensjahr kommt ein Kilometer hinzu. Dieses Jahr sind es also 27 Kilometer, die Katy für ihre Schwester und sich laufen wird. Dabei sammelt sie Spenden für das Tiroler Frauenhaus, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Jede und jeder kann zur Unterstützung mitlaufen und spenden.

Am 22. Juni 2019 findet ein vom Land finanzierter Workshop statt. Er ist kostenlos, damit alle Frauen, die sich angesprochen fühlen, auch daran teilnehmen können.

Wann: 20.06.2019 ab 08:00 

Wo: Innsbruck

Du kannst sie entweder die gesamten 27 km begleiten oder sie rundenweise (eine Runde hat 3,2km) unterstützten.

Alle Informationen und auch die Anmeldung findest du unter dem Link unten!

https://www.seelensport.at/seelenlauf/

Farben der Trauer

RIMG0323

Ein sehr schönes Angebot

Auch denn der Anmeldeschluss bis 3. Mai 2019 war, glaube ich, dass es noch Plätze gibt.

Fortlaufender Kurs I 6 Kursmodule

Trauer ist ein natürlicher Anteil unseres Lebens, sie begegnet uns allen. Sei es erwartet oder unerwartet. Vieles ist unsagbar, denn der Verstand kann nur das regeln, was er versteht. Zurück bleibt oft ein Gefühl von Verlassenheit – und auch von Liebe. Denn ohne Liebe würden wir nicht trauern. Die Liebe verbindet alles, sie trägt uns.

Im Kurs Farben der Trauer erhalten ihre Gefühle die Möglichkeit eine eigene Form des Ausdrucks zu entdecken. Der Prozess des Malens kann ihnen einen Raum erschließen, der Umgang mit den Farben eine Tür öffnen, die es ihnen ermöglicht den Abschied und Verlust anzunehmen, sich zu lösen, zu versöhnen, bei sich selbst wieder anzukommen.

Vorkenntnisse oder ein Talent zum Malen sind nicht erforderlich.

Der Prozess des Malens geschieht in einem geschützten Rahmen und in der Stille. Das Malen erlaubt es ihnen, ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Innere Entwicklungen kommen in Bewegung und werden auf dem Papier sichtbar.

Dieser Kurs eignet sich sowohl für Neueinsteiger*innen, als auch für Teilnehmer*innen, die bereits am Pilotkurs Farben der Trauer teilgenommen haben. Die Kursmodule beinhalten angeleitete Gruppenübungen sowie freies Malen in ihrem eigenen Rhythmus.

Text © Ann Besier

Alle Materialien sind vor Ort. Bitte bringen Sie zum Schutz Ihrer Kleidung ein T-Shirt, eine Bluse oder ein Hemd mit.

Es handelt sich um einen fortlaufenden Kurs mit insgesamt 6 Terminen*.

Termine I Kursdaten

Samstag 11. Mai 2019

Samstag 22. Juni 2019

Samstag 20. Juli 2019

Samstag 10. August 2019

Samstag 7. September 2019

Samstag 12. Oktober 2019

Jeweils 13.00 – 16.00 Uhr

Dauer je 3 Stunden mit Anleitung.

Unkostenbeitrag 27.- € gesamt.

(Pro Kursmodul 4,50 €)

Zahlung in bar zum jeweiligen Kursbeginn.

Anmeldung I 6 Kursmodule bis zum 3. Mai 2019 erforderlich

Pfarrerin Ulrike Felmy

030 / 66 09 09 12 oder felmy@kirche-gropiusstadt.de

Ort

Evangelische Kirchengemeinde in der Gropiusstadt I Standort Gropiusstadt Süd

Joachim – Gottschalk – Weg 41 | 12353 Berlin

Begleitung und Anleitung

Ulrike Felmy I Pfarrerin

Ann Besier I Kunsttherapeutin & Bildende Künstlerin

Am 3. Mai startet das nächste Trauer-Online-Seminar

RIMG0084

Am 3. Mai 2019 beginnt ein weiteres Trauer-Online-Seminar. Im Dezember 2015 habe ich mit dem ersten Online-Seminar begonnen, denn im Herbst war mein erstes Buch „Das erste Trauerjahr“ herausgekommen. Damals stellte ich mir vor, dass vielleicht der eine oder die andere gerne mehr Begleitung hätte, die über ein Buch oder eine Gruppe hinaus geht. So entwickelte ich diesen 12 Monate lang dauernden Kurs, der natürlich jederzeit auch beendet werden kann. Jedes halbe Jahr startet er neu und versorgt Trauernde immer freitags in gut dosierter Menge mit Aspekten der Trauer, die durch Übungen, Texte und auch mit kreativen Ideen bearbeitet werden kann. Der Vorteil ist, dass die TeilnehmerInnen immer selbst entscheiden können, wann sie welchen Vorschlag von mir für sich als passend empfinden und wie sie diese auch für sich abwandeln. Auf einem geschützten Blog, nur für Angemeldete, poste ich wöchentlich die Beiträge, die jederzeit eingesehen und auch kommentiert werden können.

Zusätzlich gibt es monatlich einen Chat. Dort tauschen wir uns gemeinsam aus und versorgen uns gegenseitig mit Ideen und Vorschlägen, wie mit Problemen die einen in der Trauer-Zeit bewegen können, umgegangen werden kann.

Mittlerweile hat sich auch eine kleine Gemeinschaft gebildet, zu der immer wieder Neue hinzukommen, die sich ca. einmal im Jahr in Berlin trifft. Aus geteilten Geschichten und Schicksalen haben sich Freundschaften untereinander entwickelt, die ich mit großer Freude miterleben darf.

Zu mehr Informationen und zur Anmeldung könnt geht es hier.